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Mittwoch, 9. Dezember 2020

Drucken aus dem Dosbox-Emulator

Es ist soweit.... neuer Rechner.... mit Windows 10, 64bit juhuuu......
Doch was ist das, mein altes, ach so wichtiges Dos-Programm läuft nicht mehr auf der Kommandozeile - unter Windows 7 gings doch noch...

Was ist passiert? Naja, an sich nix dramatisches, nur daß es für 16bit Programme keinerlei Unterstützung mehr gibt. Aus, Ende, Feierabend.

Aber dafür gibts ja den Dos-Emulator Dosbox.

Der ist zwar mal zum Ausführen alter Spiele unter neueren System gedacht gewesen, aber er emuliert nunmal einen Rechner mit DOS - also auch gut für Anwendungen aller Art.

Beim Zocken braucht man aber in der Regel keinen Drucker, daher ist standardmäßig keine Unterstützung dafür vorgesehn. Dem hat sich ein gewisser Taewoong angenommen und stellt auf seiner Seite eine überarbeitete Version des Emulators bereit, die zwar etwas älter ist, aber prinzipiell drucken kann.

Dazu einfach den Installer für Windows runterladen und installieren.
Jetzt wird es ein wenig kniffliger - wir müssen die Konfigurationsdatei von Dosbox manuell anpassen. Am einfachsten geht das über die Batchdatei Run DOSBox configuration.bat im Ordner Tools unterhalb des Installationsordners der DOSBox SVN-Daum Installation. Alternativ geht auch der Aufruf:
DOSBox.exe -editconf notepad.exe -editconf %SystemRoot%\system32\notepad.exe -editconf %WINDIR%\notepad.exe

Es öffnet sich der Windows eigene Editor mit der Konfigurationsdatei. Hier finden wir den Eintrag [printer], wo wir folgende Einstellungen setzen:

printer=true
dpi=300
printoutput=printer
timeout=5000 

Die passende Erläuterung steht aber auch drüber in den Kommentaren hinter den #

Außerdem im Abschnitt [parallel] noch:

parallel1=printer dev:lpt1

Sollte das nicht zum gewünschten Ergebnis führen kann hier auch mal
parallel1=reallpt directlpt:378 oder
parallel1=printer

versucht werden. Speichern nicht vergessen.
Wenn jetzt ein Programm aus Doxbox heraus versucht zu drucken, öffnet sich der Druckauswahldialog in Windows und man kann den Auftrag einfach per OK abschicken. Bei mir kam übrigens der Ausdruck dann nicht raus, der zweite Versuch druckte dann aber auch gleich beide :)
Beim zweiten Ausdruck öffnet sich der Dialog übrigens nicht mehr, der Ausdruck kommt direkt.

Um das Programm dann quaasi direkt von Windows aus zu starten empfiehlt es sich noch eine kleine Verknüpfung anzulegen, die mittels Parameter direkt das Programm startet, z.B.

C:\Programme\DOSBox SVN-Daum\DOSBox.exe c:\test\anwendung.exe

Viel Spaß beim Drucken. 

Mit herzlichem Dank an Jens Richter von l-i-n.org, den Usern von www.vogons.org und den Usern von superuser.com  

 

Montag, 7. Januar 2013

Neuen Drucker aus der Dosbox weiternutzen...

Viele meiner Kunden stehen vor einem besonderen Problem: irgendeine, vielleicht selbstgestrickte DOS-Anwendung muss aus welchem Grund auch immer auch auf dem neuen Windows 7 Rechner weiterlaufen, warum auch nicht. OK, man muß in der Regel ein bisschen frickeln, mit Kompatibilität und Admin-Rechten, aber oft läufts... nur im Fensterchen, aber läuft.
Dumm nur, wenn diese alte Anwendung jetzt auch noch drucken können soll, der neue Rechner aber keinen Parallelport mehr hat und dieses dumme Programm nur LPT1 als Anschluß kennt.
Abhilfe liefert Windows selbst:

verschiedenen Anschlüsse gesetzt
In der Systemsteuerung unter Geräte und Drucker klickt man den gewünschten Drucker mit der rechten Maustaste an und wählt dessen Eigenschaften. Im Karteireiter Anschlüsse sieht man nochmal an welchen Anschluß der Drucker gebunden ist, hier im Bild ein Lexmark - Netzwerkdrucker auf einer privaten IP - Adresse.











Druckereigenschaften - Anschlüsse
Wählt man jetzt unten den Punkt Druckerpool aktivieren an, so kann man dem Drucker weitere virtuelle Anschlüsse zuweisen, so z.B. COM3 und COM4 aber eben auch LPT1. Übernehmen - OK, fertig. Nach den nächsten Neustart sollte aus jeder Eingabeaufforderung heraus der Befehl
dir *:* >LPT1
dafür sorgen, daß der Inhalt des aktuellen Verzeichnisses direkt auf dem Drucker ausgegeben wird (Aber ohne die Seite auszuwerfen!!!).









Druckprozessor - Dialog

Übrigens, es kann passieren, daß der Ausdruck nicht so rauskommt wie erwartet, z.B. falsche Zeilenabstände oder kein automatischer Blattauswurf nach dem Druck. In dem Fall kann es helfen im Karteireiter Erweitert mal auf den Knopf Druckprozessor zu drücken. Der blau unterlegte entspricht dem, den der Drucker aktuell benutzt. Beim Lexmark hat sich die Einstellung TEXT für den Standarddatentyp bewährt, unter winprint funktionierte RAW [FF appended] fehlerfrei.


So und nun viel Spaß beim Drucken aus der DOS-Box heraus, sogar übers Netz.







Nachtrag:
Sollte man  sich einen neuen Drucker zulegen müssen, der dann auch aus DOS heraus benutzt werden muss, kann es sein, daß Windows weiterhin den alten Anschluss verwendet und die Ausdsrucke dann versucht  an den alten Drucker zu senden - daher:
Entweder die Verknüpfung zu LPT1 mit dem alten Drucker lösen, oder den Alten einfach komplett entfernen.